Presse

Ostsee Zeitung

Thomas Douglas, hier vor dem „Pommernhus“, spielt den Galerist Schwenkers. Quelle: Christin Lachmann War es der Galerist? Denn in der Galerie treffen Hauptkommissar Rainer Witt (gespielt von Till Firit) und der Greifswalder Kunsthändler Schwenkers (Thomas Douglas) erstmals aufeinander. Die Frage ist: Hat der Galerist etwas mit dem Tod der Fernsehmoderatorin zu tun? Auch die Ex-Staatsanwältin Karin Lossow (Katrin Sass) will herausfinden, was wirklich passiert ist und nimmt Witts Tochter Merle (Elsa Krieger) mit, als sie sich auf den Weg zur Galerie macht. Über mehrere Tage wurde in der Hansestadt gedreht. Das blieb nicht unbemerkt. An diesem Vormittag bleiben immer mal wieder Passanten stehen und schauen zu, wie vor der Galerie gedreht wird. Auch einige Fenster der umliegenden Wohnhäuser öffnen sich. Doch lange bleiben sie nicht geöffnet. Denn die Temperatur liegt bei frostigen vier Grad. Kein Problem für die Schauspieler, wie Hauptdarstellerin Katrin Sass sagt. Denn: „Wir frieren hier immer, weil wir immer um diese Zeit drehen. Der Vorteil ist aber, dass um diese Zeit keine Touristen da sind.“ Viel Zeit, sich in Greifswald nach den Dreharbeiten umzuschauen, bleibt für die Schauspieler nicht. Katrin Sass verrät, dass sie nicht zum ersten Mal in der Hansestadt ist: „Min Mudder ist mit der pladdeutschen Böhn im ganzen Norden rumgefahren. Da war ich schon als Kind im Theader hier“, sagt die Schauspielerin im Plattdeutsch-Klang. Auch bei Thomas Douglas, der den Greifswalder Galeristen verkörpert, ist der letzte Besuch in der Hansestadt schon eine Weile her. Genau genommen gut 20 Jahre. „Da sah das hier noch alles anders aus. Die Stadt ist sehr schön geworden und hat sich sehr entwickelt“, so das Urteil des Schauspielers, der in Großbritannien geboren und ab dem siebten Lebensjahr in München aufgewachsen ist. In die Rolle eines Galeristen zu schlüpfen, ist für Douglas kein Problem: „Ich bin selbst ein wenig kunstaffin und habe lange Zeit am Theater Basel gespielt, wo die Art Basel (internationale Kunstmesse, Anm. d. R.) sehr präsent ist. Da habe ich einen guten Eindruck von Galeristinnen und Galeristen erhalten.“ Der Galerist Schwenkers, den er nun spielt, ist da anders. „Er nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau ist und ist auch mehr auf sich bedacht,“ beschreibt der Schauspieler seine Rolle.

Christin Lachmann

Luzerner Zeitung

Begeisternde Premiere von "Der Amokläufer" - Zweig-Inszenierung im Luzerner Theater: Eindringlich illustriert das Ensemble des Luzerner Theaters die üppige Landschaft der menschlichen Gefühle mit all ihren Schwankungen. Das ist vor allem dem Schauspieler Thomas Douglas zu verdanken: er scheint jede Facette des Seelenlebens zeigen zu können und sorgt dafür, dass sich die Leidenschaft auf das Publikum überträgt. Toll flankiert wird er von der Schauspielerin Tini Prüfert und dem Musiker Mario Marchisella, der die Emotionen zusätzlich mit seinen Klängen auflädt. Die Bühne im UG erweist sich als ideal für diese Inszenierung. Räumlich beengt wie auf dem Ozeandampfer hören wir zu, was der leidende Arzt uns zu erzählen hat. Man geht mit auf Fahrt und ist beim Verlassen dieses Theaterschiffes berührt von der Intimität der emotionalen Begegnung und beeindruckt von der schauspielerischen Leistung des Ensembles. «Der Amokläufer» ist meisterhaft gelungen und man hat Lust, das Stück gleich ein zweites Mal anschauen zu gehen. Weitere Vorstellungen bis 13. Februar 22, www.luzernertheater.ch

Emilia Sulek

Orpheus - Opera - Magazine

Vor allen fasziniert die Bühnenkunst der beiden herausragenden Hauptdarsteller, des Schauspielers Thomas Douglas (König Ödipus) und des Countertenors Michael Taylor (Seher Theresias). Douglas treibt mit nicht nachlassender Intensität in Sprache und Spiel seinen Ödipus mit teilweise explosiver Dramatik auf den Zusammenbruch angesichts der niederschmetternden Wahrheit hin.

Claus-Ulrich Heinke

Zu Zweit - Tagesanzeiger Zürich

Viele Szenen wurden offenbar erst beim Drehen entwickelt, was dem Film gewisse Spontaneität verleiht. Man schaut gerne zu. Nicht zuletzt dank guten Schauspielern. Vor allem Thomas Douglas gibt den angesichts der emotionalen Rutschgefahr überforderten, hilflosen Andreas hervorragend.

Bruno Rauch

Zu Zweit - NZZ

Das Spielfilmdébut wirkt bemerkenswert stimmig. Dazu trägt auch das intelligente Spiel der Hauptdarsteller bei: Thomas Douglas' Andreas ist eine sensible, differenzierte Männerfigur – beides bekommt man in deutschsprachigen Spielfilmen nicht allzu oft zu sehen. Thomas Douglas Andreas ist eine sensible, differenzierte Männerfigur - beides bekommt man in deutschsprachigen Spielfilmen nicht allzu oft zu sehen.

Bettina Spörri

Zu Zweit - Laudatio, Züricher Filmpreis

«Zu Zweit» besticht durch die Lust am inszenatorischen Risiko, die unerwartete Entwicklung des Plots und die Unmittelbarkeit des Spiels von Linda Olsansky und Thomas Douglas: ein kraftvolles Spiegelbild des Lebens auf halber Treppe.

Corine Mauch, Stadtpäsidentin, Zürich

Zu Zweit - SRF

"Die Tatsache zum Beispiel, dass Kulcsar ihre Schauspieler und Schauspielerinnen hauptsächlich improvisieren liess, sorgt für glaubhafte, bisweilen sehr erfrischende Dialoge. Das gesamte Ensemble ist der Improvisation gewachsen, vor allem die beiden Hauptdarsteller Linda Olsanky und Thomas Douglas."

Zu Zweit

Homepage und Trailer

Plötzlich Deutsch

Nach einem Schlag auf den Kopf redet ein deutschenfeindlicher Schweizer Feuerwehrmann perfekt Berliner Dialekt. Er leidet am Fremdsprachen-Akzent-Syndrom. Eine gewagte Komödie des Regisseurs Robert Ralston.

Manipulation

Trailer

Die Schwarze Spinne - zentralplus online

In Grusical-Manier werden die stark vom Original abweichenden Texte von den Schauspielern gesungen, geschrien und gestöhnt. Den unterschiedlichen Figuren meisselten die Regisseurin Barbara-David Brüesch und der musikalische Leiter Knut Jensen eine ganz eigene, oftmals auch äusserst humorvolle Sprache auf den Leib. So singt der boshafte von Stoffeln (Thomas Douglas), der etwas von der «Roten Königin» aus «Alice im Wunderland» hat, beispielsweise: «The castle is ready, the castle is nice, aber es isch z'heiss».

Daniela Herzog

Die Tonhalle - nmz

Mit ironischem Witz moderiert der wunderbar schräge Thomas Douglas das Konzert, begrüßt die außergewöhnliche Auslastung seines Etablissements oder macht das Publikum zum Esel, indem er den Gebrauch des ;Hörtrichters‘ anrät. TONHALLE ist ein Kammerspiel im Wortsinn, das eigentliche Ereignis aber findet um das ‚Tiny-Konzert-House‘ herum statt, zunehmend muss sich das Konzert gegen Klangereignisse von außen behaupten: einer Touristengruppe, lautstarkem Applaus aus dem großen Haus, Baustellenlärm oder dem Gurren von Tauben – mit denen Häusermann auf nur fünf Reglern ein liebevolles Spiel mit Sein und Schein treibt.

Anna Schürmer

Orpheus Descending - NZZ

Val ist bei Thomas Douglas nicht der unwiderstehliche Beau, den man erwarten könnte. Aber er verleiht der Figur eine agile Präsenz, die wunderbar zwischen Nonchalance, Sanftheit und zupackender Entschiedenheit zu changieren weiss. Dieser Val besetzt den Raum ohne Getue, aber gefüllt bis in die Zehenspitzen. Die Lakonie von Jim Jarmusch, den Sehnsuchtsschmelz von Wong Kar-Wai: Es ist das reine Vergnügen, ihm zuzuschauen.

Alfred Schlienger